Klaus Kordon

Biografie - Der Autor

Foto Klaus Kordon

Werkstattbuch Klaus Kordon
2003, Beltz & Gelberg
Herausgeberin: Barabara Gelberg
Einbandgestaltung: Max Bartholl
Foto: Wonge Bergmann
ISBN: 3-407-78590-9

Klaus Kordon wurde 1943 im Berliner Nordosten geboren. Nachdem seine Mutter 1956 starb, wuchs er in Kinder- und Jugendheimen auf und versuchte sich in mehreren Berufen, u.A. als Transportarbeiter. An der Abendschule holte er das Abitur nach und studierte Volkswirtschaft. Als Exportkaufmann führten Klaus Kordon zahlreiche Reisen nach Afrika, Australien, Südamerika und Asien, insbesondere nach Indien. Nach einjähriger politischer Haft wechselte er 1973 aus der DDR in die Bundesrepublik und lebte mit seiner Frau und den beiden Kindern zunächst in der Nähe von Frankfurt/Main. Seit 1980 ist er freiberuflicher Schriftsteller. Heute lebt er mit seiner Frau wieder in Berlin. Die Kinder sind inzwischen erwachsen und haben selbst Kinder.


Die hier aufgeschriebene Biografie ist nur sehr kurz zusammengefasst. Wer sich näher für den Autor interessiert, dem kann ich das Werkstattbuch, das im Herbst 2003 anlässlich des 60. Geburtstags von Klaus Kordon erschien, empfehlen. In dem Buch erfährt man alles über ihn. Hier erklärt der Schriftsteller in verschiedenen Interviews z.B. wie seine Bücher entstehen, was er über seine Bücher denkt und warum er gerade für Kinder und Jugendliche schreibt. Man erfährt auch, dass Klaus Kordon seine Bücher mit der Hand schreibt und dass er am liebsten Kartoffelsuppe isst, wenn er sie selbst gekocht hat.

Viele seiner Bücher (Erzählungen, Lyrik, Kinder- und Jugendliteratur) wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und mit namhaften nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. So erhielt er 1994 den deutschen Jugendliteraturpreis für seine Kästner-Biografie Die Zeit ist kaputt.

Für andere Bücher erhielt Klaus Kordon folgende Auszeichnungen:

  • Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis (1978, 1987)
  • Friedrich-Gerstäcker-Preis (1980)
  • Buch des Monats (Göttingen JuBu Crew) (1980)
  • Preis der Leseratten (ZDF) (1980, 1984, 1986, 1990)
  • Roter Elefant (1984)
  • Zürcher Jugendbuchpreis "La vache qui lit" (1984, 1990)
  • Friedenspreis ex libris (1985)
  • Ehrenliste zum Österreichischen Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur (1985)
  • Buch des Monats (Dt. Akademie für Kinder- und Jugendliteratur) (1985)
  • Preis der Ausländerbeauftragten des Senats Berlin (1987)
  • Jenny-Smelik/IBBY-Preis (1987)
  • Holländischer Jugendbuchpreis "Der Silberne Griffel" (1987, 1990, 1993)
  • Jugendliteraturpreis der Stadt Harzburg (1987)
  • Politisches Buch des Jahres der Friedrich-Ebert-Stiftung (1991)
  • Evangelischer Jugendbuchpreis (1993)
  • Buxtehuder Bulle (1993)
  • Deutscher Jugendliteraturpreis (1994)
  • Nominierung für den Deutschen Bücherpreis 2003 (2002)
  • Sonderpreis der Jugendjury des Jugendliteraturpreises (2003)

Für sein Gesamtwerk wurde Klaus Kordon von der Akademie der Künste in Berlin 1998 mit dem Alex-Wedding-Preis ausgezeichnet. 1999 erhielt er den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur. Im Jahr 2003 wurde er ebenfalls für sein Gesamtwerk mit dem Voerder Buchpreis ausgezeichnet.

Am 04.Oktober 2013 wurde Klaus Kordon von Bundespräsident Joachim Gauck für seine besondere Verdienste um das Gemeinwohl und Zusammenleben mit dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Kordon, einer der bedeutendsten Kinder- und Jugendbuchautoren, "engagiert sich in seinem Werk stets für ein humanes Miteinander und hat damit schon Millionen - nicht nur jugendlicher - Leser erreicht.", heißt es in der offiziellen Begründung aus dem Haus des Bundespräsidenten.

Mehr zu Klaus Kordon finden Sie auf der Autorenseite beim Verlag Beltz.

Neben seiner Biografie findet sich dort auch eine Liste der aktuell lieferbaren Bücher.